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  • Tag 20; Hochland

    Und wieder haben wir unterschiedliche Dinge gemacht heute. Wegen des angeblich schlechten Wetters haben wir eine Nacht mehr in diesem Hotel und müssen und heute ja irgendwie beschäftigen. Mich zieht es ins Hochland und Gü schaut sich ein Städtchen hier in der Gegend an..

    Ich schaue auf der Karte was hier so gehen könnte. Ich stelle mit eine Route zusammen F26 – F881 – F821 260km in Summe. Google sagt, das dauert 5:30 Stunden. Na Cool, da ist der Tag mit ein paar Pausen ja gefüllt.

    Also fahre ich nach dem Frühstück um 10 Uhr los. Alles easy.

    Erster Stopp, und auch der einzige geplante, ist Aldeyjarfoss. Ein relativ kleiner Wasserfall aber schön gelegen. Von der Straße (wenn wir sie so nennen wollen) sieht man den Canyon indem der Fluss strömt. Ich gehe ein paar hundert Meter in Richtung Wasserfall, aber schnell vergeht mit die Lust. Ich muss ja auch alles wieder zurück laufen. Also schicke ich die Drohne um schönere Bilder zu machen (sie ruht sich gerade im Topcase aus, daher gibts die Bilder wann anders)

    Der Wasserfall wird umrahmt von den hier bekannten Basaltstangen. Es sieht schon sehr schön aus. Aber fallendes Wasser haben wir nun auch viel gesehen hier. Daher geht’s schon recht bald weiter auf die F26.

    Die F26 ist ok-isch zu fahren. Deutlich schlechter als die schon gefahrene F35 aber ich komme gut voran. Bald erreiche ich ein Plateau auf dem man eine wahnsinnige Aussicht hat. Vor hier kann ich den Askja Krater, den Gletscher Vatnajökull, den Gletscher Tungnafellsjökull und den Gletscher Hofsjökull sehen. Außer mir ist nur ein anderes Fahrzeug anwesend. Ein Mercedes Actros 4×4 Wohnmobil. Wenn man dieses Dickschiff denn so nennen will. Die beiden schauen mich schon komisch an, inzwischen weiß ich warum.

    Es geht also weiter die F26 in Richtung Süden. Bald stehe ich vor der ersten Furth. Die war nicht auf meiner Karte. Hab extra eine Route gesucht wo keine Furth dabei ist. Naja… also mal durch gehen, schauen wo was ist unter dem Wasser und dann los. Es geht erstaunlich einfach, also weiter. Die Straße wird immer schlechter. Inzwischen bin ich bei 16km/h und dauerhaft im ersten Gang. Es zieht sich und ich komme von einem Geröllhaufen zum nächsten.

    Bald komme ich zur Kreuzung mit der F881. Also rechts ab. Die Kreuzung selbst hätte mit schon zu denken geben sollen. Hier ist nur feiner lockerer Sand. Mit dem Motorrad echt eine Qual. Naja… Weiter.

    Die F881 ist keine Straße mehr. Nicht im entferntesten. Trotzdem treu nach dem Motto „Vorwärts immer, Rückwärts nimmer“ nehme ich die sich ändernden Bedingungen als Herausforderung.

    Und dann bleibe ich wieder stehen. Eine Ebene, ca 200m weit. Wir haben als Untergrund Lava Sand. Der schwarze Sand ist super fest, also geht die Fahrt da drauf, aber ein paar Stellen heben sich farblich ab. Die nassen Stellen, wie ich raus finde. In der Mitte dieser Ebene haben wir eine kleine Pfütze. So 30m im Durchmesser. Ich will da nicht durch, aber der Weg sagt, hier geht es lang. Ich versuche mein Glück  drum herum. Der Sand, an den Stellen wo er nass ist, ist super weich und ich sinke ein. Das Vorderrad bleibt noch so halbwegs oben, aber das Hinterrad ist weg und das Motorrad steht auf dem Bodenschutzblech. Also Vollgas und mit den Füßen abstützen und immer etwas weiter nach vorn in Richtung hartem Sand. Es dauert eine Ewigkeit da raus und ich bin total KO. (Ich habe nicht mal die Hälfte rum)

    Mit ähnlichen Eskapaden geht es weiter. Manchmal ist die Piste feiner loser Sand, mal loser Schotter und mal einfach nur Geröll. In keinem dieser Untergründe macht sich übermäßiger Gripp zu spüren… eher im Gegenteil.

    Irgendwann nehme ich es mit Humor, der Vorderreifen nimmt eine andere Spur als der Hinterreifen durch die Kurve. So drifte ich, aber falschherum. Das Hinterrad nimmt einen kürzeren Weg, als der Vorderreifen. Das Gefühl ist echt merkwürdig. Irgendwann ist das aber auch nicht mehr spannend und auch die drölfte Furth nehme ich dann irgendwann recht gelassen.

    Auf der F821 wird es dann wirklich nicht mehr spaßig. Der Anfang geht noch genau so weiter wie die F881, aber dann beginnt der Abstieg ins Tal.

    Die Piste wird von einem immer größer werdenden Bach begleitet, den ich auf der Tour fünf mal durchquere. Am Ende hat er eine Größe erreicht, bei der ich wirklich am kämpfen bin das Motorrad durch die großen sehr glitschigen Steine zu befördern. Der Offroad Mode vom Motorrad ist eine wirkliche Hilfe. Hier aber irgendwann ist auch der an die Grenzen gekommen. Ich gebe Gas und das einzige was passiert, der Stein auf dem das Hinterrad stand wird weggeschoben und das Motorrad steht nun noch tiefer im Wasser. Na toll…. Mit viel Kraft bekomme ich das Motorrad dann doch frei.

    Ich verschnaufe etwas und wundere mich was da von meinem Helm tropft… Ist das Wasser so hoch gespritzt? Ne… das war ich selbst. Der Helm ist durchgeschwitzt und die Polster geben tropfenweise das Wasser nach unten wieder ab. (Uäääähhh)

    In ähnlicher Weise geht es weiter. Bei locker 100% Gefälle ist normales Fahren unmöglich. Ich komme so halbwegs gut den Berg runter indem ich den Motor ausmache, den ersten Gang einlege, mit beiden Füßen auf dem Boden und mit der Kupplung das Hinterrad bremse und mit der Vorderrad Bremse das Vorderrad. Ein bisschen verwirrend ist es um hinten zu bremsen muss ich die Kupplung kommen lassen, also los lassen und um vorn zu bremsen muss ich die Bremse ziehen… Aber auch darin kann man Übung bekommen nach einiger Zeit klappt das ganz gut.

    Unten im Tal angekommen versuche ich noch einer Amerikanerin in einem SUV auszureden die Straße weiter zu fahren (sie hatte mich gefragt).

    Die letzten 80km bis zum Hotel über glatte gravel Roads und Asphalt sind eine Wohltat für mein Rücken und die Kupplungshand.

    Die Straße ist zwar eine Katastrophe als Straße, aber ein Abenteuer ist es schon. Da ich nicht geradeaus fahren wollte sondern so etwas (vielleicht in weniger heftig) war der Tag trotz div Überforderung meinerseits, der Reifen und des Motorrads für mich ein voller Erfolg.

    Die Aussicht zwischendurch hat auch alles wieder gut gemacht.

  • Tag 19

    Wow… schon 19 Tage auf dieser Insel. Kommt mir irgendwie vor als wäre ich schon deutlich mehr Zeit hier und gleichzeitig, als sei ich gerade angekommen.

    Ein bisschen wehmütig werde ich wenn ich daran denke, es geht in 2 Tagen wieder zurück.

    Aber jetzt erstmal zu Heute.

    Wir sind zum Heimskautsgerðið gefahren. Es wird auch „The Arctic Henge“ genannt.

    Diese Bauwerk in 2004 fertiggestellt soll an antike Bauwerke erinnern und die nur knapp verpasste Mitternachtssonne (Leider hat Island keinen Punkt der nördlich vom Polarkreis ist). Es soll auch an das britische Stone Henge erinnern.

    Man kann die Bögen schon von weitem sehen. So sind wir mit dem Motorrad von Süden aus kommend an dem kleinen Flugplatz vorbei gekommen, ca 5km vor dem Ort, und konnten schon von da aus die großen Steinbögen sehen.

    Dort angekommen war ich überrascht über die Leere. Außer uns war zu Beginn niemand dort. Nachher sind noch ein paar einzelne Personen gekommen, aber der Reisebus ist ausgeblieben.

    Ich war überrascht wie groß diese Steinbögen sind. In antiker Zeit hätte es vermutlich sehr viel Zeit, Material und vermutlich auch Leben gekostet diese Steinbögen zu bauen. In unserer Zeit vermutlich nur einen Gabelstapler.

    Ein bisschen schade ist, der Platz ist noch nicht fertig, und es wird gerade irgendwas dort verlegt und es liegen große Rollen Plastikrohre rum.

    Die Bögen selber sind schon sehr beeindrucken. Ein bisschen dämpft das Wissen um die Entstehung. Wenn das nur mit Muskeln und nicht mit modernen Maschinen entstanden wäre, wäre es beeindruckender.

    Danach den gleichen Weg zurück.. naja fast. Ich hab Gü zu 60km Schotter überredet bekommen. So fahren wir an der Nordküste der Halbinsel entlang. Das wird dann auch der nördlichste Ort der gesamten Reise für uns. Ich hab meinen Spaß auf dem losen Untergrund und warte immer wieder auf Gü. Der lässt sich etwas mehr Zeit. Aber so komme ich zu ruhigen Momenten in denen ich die Landschaft genießen kann. Die ist absolut eine Empfehlung.

    Auch der restliche Weg zurück zum Hotel ist landschaftlich grandios. Zwischendrin haben wir sehr lange viel Sonne und einen durchgehend blauen Himmel. Die Sonne hat viel Kraft und so machen wir eine kleine Pause mit Kaffee und Eis in einem so kleinen Ort, dass ich nicht mal auf den Namen geschaut hab.

    Weiter gegen Abend zieht es wieder zu, was mit dem Spiel von Licht und Schatten die Umgebung nur noch attraktiver macht.

    Im Hotel angekommen, erstmal heiß duschen. Es war doch kälter als gedacht.

    Beim Abendessen werfen wir die Campingpläne der nächsten Tage über den Haufen. Das Wetter soll schlechter werden und so richtig Lust haben wir beide nicht auf nasses Zelt und auf schlechte Campingplätze.

    Also werden wir jetzt eine Nacht mehr in diesem Hotel bleiben und für die letzte Nacht haben wir ein Guesthouse in Egilsstaðir bekommen. Ohne Frühstück, das ist aber sowieso egal. Wir müssen an dem Tag um 5 Uhr aufstehen und sofort los fahren. Da ist nix mit Frühstück. Das wird es dann auf der Fähre geben.

  • Tag 18

    Heute haben wir Wasser gesehen, außerdem ein Loch im Boden und es hat extrem gestunken.

    Fangen wir vorn an. Erstmal frühstücken. Das Hotel hat ein richtig ausgewachsenes Frühstück dargeboten. Mit allem was das Frühstücksherz sich so wünscht. Danach ging es langsam los.

    Ziel ist der Dettifoss. Der Himmel ist noch grau in grau. Wolken verhängen noch die Sicht auf Sonne und Himmel. Naja, soll noch werden. Vorbei an den gestern schon gesehen Myvatn. Der Himmel wird immer blauer und wir kommen an einer Aussichtsplattform über dem Myvatn zu stehen. Eine großartige Aussicht. Die Drohne kurz gestartet um die Berge im direkten Umfeld zu filmen, da übergibt sich ein Reisebus und der kleine Parkplatz wird voll. Plötzlich sind Gü und ich der Blickfang, oder besser unsere Motorräder. Menschen machen Fotos von sich, neben dem Motorrad. Gü und ich sind irritiert und amüsiert zugleich… Naja, irgendwann geht uns das Spektakel auf den Nerv und wir fahren weiter.

    Vorbei geht’s an unfassbar schönen Landschaften, wenn man denn auf karges Land steht. Wir biegen links ab. Richung Dettifoss. Beim Frühstück hatten unsere Tischnachbarn Werbung für das östliche Ufer gemacht. Bessere Aussicht und weniger los, so die Werbung. Dafür 30km Schotter…. Na wie schwer kann’s sein.

    Die Antwort ist… Sehr…

    30km Schotter, davon 20km auf einem Waschbrett. Die Wellen in der Fahrbahn waren mindestens 15cm tief. Mit maximal 25km/h über dieses materialermüdende Etwas hinweg. Zwischendrin muss ich anhalten. Ich hab das Gefühl mein Hirn wobbelt im Schädel weiter auch wenn ich stehe. Meine Augen haben Mühe etwas scharf zu sehen… Naja. Irgendwann wird das ja enden und wir werden am Wasserfall ankommen.

    So war es dann auch. Und Leute… Was ein Wasserfall. Nicht besonders hübsch, aber diese Größe und die Wassermassen. Beeindruckend.

    Dann wieder zurück. Kurz mit etwas Käse und Brot gestärkt und es geht wieder auf die Hubbelpiste…

    Zu unserer Überraschung ist der Rückweg deutlich angenehmer…. Hätten wir das Mal auf der Hinfahrt gewusst, ich wäre auf der falschen Seite gefahren.

    Ab und zu überholt uns ein Truck oder PKW mit einem Tempo das wir anhalten müssen bis die Sicht eine Weiterfahrt zulässt. Der Staub ist enorm.. und nachher auch überall.

    Wir kommen nach weiteren KM auch auf Asphalt bei einem Vulkankrater an.

    Der Krafla Krater ist ein Vulkan der wohl direkt neben einem Geothermie Kraftwerk ausgebrochen ist… Oder war es andersherum? Vermutlich wird dieses Rätsel ungelöst bleiben.

    Einen wunderschönen Anblick bietet uns der Kratersee und die Aussicht ins Umland vom Kraterrand.

    Weiter geht’s. Hverarönd ist der nächste Stopp.

    Ein auf privat Besitz liegendes Gebiet, das div smoker und ähnliche blubbernde, dampfende oder anders aktive geothermische Dinge zu bieten hat… Vor allem riecht es aber wiederlich…

    Der Geruch ist nicht zu vergleichen mit bisher gesehenen Gebieten mit ähnlicher Aktivität. Wir bleiben nicht lange… Der Geruch verdirbt einem die Lust weiter da zu bleiben.

    Beide sind wir total geschafft und fahren daher wieder zurück ins Hotel. Den Krater Hverfjall sparen wir uns einfach.

    Jetzt gibt’s erstmal was leckeres im Hotel zu futtern. Wieder Buffet wie gestern.

    Die superfreundliche Mannschaft (es gibt tatsächlich keinen Frau dabei) gibt wieder das Beste uns bewirtet und hervorragend. Es bleibt etwas Zeit das wir mit denen ein bisschen Plaudern.

    So genug Text… Jetzt Fotos… 🤣

  • Tag 17

    Heute geht es weiter. Von Dalvik nach Laugar. Keine 100km aber es lag das ein oder andere Schöne auf dem Weg.

    Vorbei gefahren sind wir an Akureyri. Ein kleiner Ort der hier im Norden wohl das Größte ist was Island zu bieten hat, so besteht der Ort mehr aus großen Läden und Industrie als alles andere. Im Hafen liegen drei dicke Pötte und hüllen den ganzen Ort in einen widerlichen Geruch von Schiffsdiesel.

    Wir fahren nur durch, also bleibt uns dieser Geruch nicht lange erhalten. Auf der anderen Seite den Berg rauf machen wir einen kurzen Stopp um ein Foto von Akureyri zu bekommen. Von hier, mit dem Panorama dahinter, sieht der Ort ganz nett aus.

    Nächster Stopp ist der Goðafoss. Das Wetter ist der Oberknaller und es geht ein leichter Wind. Wir verbringen hier fast eine Stunde und erfreuen uns an der Aussicht.

    Weiter geht es nach Laugar. Wir haben 14 Uhr und mal wieder können wir aber erst um 16 Uhr einchecken, das stand aber leider nicht in der Mail… Naja, ist ja nicht hässlich hier, also weiter fahren zum Myvatn.

    Hier gibt es einen kleinen Vulkanpark der eigentlich für morgen auf dem Programm stand. Aber weil wir zu viel Zeit haben machen wir den Skútustaðagígar heute.

    Leider hat der Wind nachgelassen und wir werden sofort von hunderten Fliegen begutachtet und für schmackhaft befunden. Zumindest hat es den Eindruck. Wir wandern ein bisschen durch den Park, der abgesehen von den Fliegen auch die ein oder andere Busladung an Menschen beherbergt.

    Zum Abschied dann noch ein Eis aus lokaler Herstellung und wieder zurück zum Hotel.

    Das Hotel, vermutlich eigentlich für Tagungen oder sowas, ist soweit ganz OK. Leider haben die mit falschen Fakten geworben, so haben sie keine Möglichkeit Wäsche zu waschen. Blöderweise gehen mir die Klamotten aus. Gü hat für deutlich länger eingepackt, aber ich komme nur 6 Tage ohne Waschen aus. Also das gute Rai in der Tube rausgeholt und im Waschbecken waschen… geht auch. Immerhin bleiben wir hier drei Nächte und es hat Zeit zu trocknen.

    Heute Abend haben wir Buffet gebucht. Mal schauen was das kann, hungrig sind wir beide genug.

  • Tag 16; Wow… äh… 🐋

    Wir sind heute in Dalvik. Gestern haben wir Tickets gekauft für eine Whalewatching Tour. Die ist aber erst um 15 Uhr.

    Bis dahin gehen wir erstmal frühstücken. Danach versuche ich ein bisschen Schlaf aufzuholen. Gü hat die Nacht den ein oder anderen Baum hier zersägt. Dabei hat es hier auf Island kaum Bäume.

    Um 14:45 gehen wir los, warm eingepackt und alle Akkus voll geladen.

    Wir haben eine Tour auf einem Zodiac für 12 Personen gebucht. Ein Zodiac ist ein GFK Rumpf mit einer Seitenwand aus Gummischlauch. Dazu gehört ein passender Motor, in unserem Fall zwei 300 PS Motoren, die das kleine Geschoss auf 38 km/h beschleunigen können. Wir haben das auf Empfehlung gebucht, da man mit dem schnellen Boot schneller von von A nach B kommt, wenn es bei A keine Wale gibt.

    Wir also rein in den Überlebensanzug (mit dem ich auf gar keinen Fall über Bord gehen will). Warm ist uns jetzt schonmal.

    Nach 3 Min Laufen erreichen wir den Steg an dem das Boot liegt. Wir rein, Gü und ich sind die ersten die klettern, und in die erste Reihe gesetzt… Keine Nase ist vor uns, dafür bekommen wir hier die meisten Bewegungen vom Boot ab.

    Los gehts. Im Affenzahn auf die andere Seite der Bucht. Dort begegnen wir unserem ersten Wal. Ein Buckelwal. Dazu kommt dann noch ein „normales“ Wal Touri Schiff.

    Wir sind schon ganz aus dem Häuschen, weil wir einen Wal gesehen haben. Danach geht es weiter zu einer sehr kleinen Insel voll mit Vögeln, auf denen auch drei Robben leben sollen. Zwei davon begrüßen uns schon aus dem Wasser als wir da angekommen sind. Die scheinen aber gerade keinen Bock zu haben und tauchen wieder unter.

    Danach weiter raus, mehr Wale sehen. Wir begegnen auf der Tour dann noch einer Schule Delphine. Die tummeln sich um uns und springen öfters aus dem Wasser. Es sind große weiße Delphine. Ziemliche Brocken… und das bewegen die komplett aus dem Wasser und platschen wieder rein. Ein schöner Anblick.

    Danach wieder Wal… und mehr Wal… außerdem sehen wir in der Ferne wie zweimal ein Wal (oder zwei unterschiedliche) aus dem Meer springen (also nicht komplett) und mit der Seite wieder ins Wasser klatschen. Ein großartiger Moment, den wir aber nicht auf Foto oder Video bekommen. Wir hatten den Eindruck knapp neben dem Spektakel zu sein.

    Danach geht es auf den Rückweg. Vorbei an dieser malerischen Küste direkt zu einem der wohl schönsten Wasserfälle die ich hier gesehen habe. Es ist außer uns niemand da, es gibt keine Fliegen die nerven und dazu ist der Wasserfall extrem schön und verspielt.

    Wieder mit Affenzahn weiter, dann in den Hafen.

    Zum Abendessen gönnen wir uns eine kleine Kneipe, die mit frischem Brot und Fischsuppe lockt. Dazu ein Bierchen und der Abend ist komplett. 

  • Tag 15

    Heute ist ein kurzer Tag. Knappe 100km nach Dalvik.

    Die Bergkette die wir durchfahren erinnert immer wieder an die Alpen und das Wetter lässt keine Wünsche offen.

    In Dalvik gibt es fast nix. Ein kleiner Hafen in dem wir die Whale watching Tour für morgen buchen, aber sonst finden wir kaum etwas sehenswertes.

  • Tag 14

    Heute haben wir nach langer Zeit mal wieder zelten geplant. Aber halt… erst mal los fahren.

    Morgens im Hotel noch frühstücken, alles wieder auf die Motorräder packen und ab geht’s.

    Wir haben heute zwei kleinere Sehenswürdigkeiten auf dem Programm.

    Kálfshamarsviti und Ketubjörg cliffs.

    Ersteres ist eine Halbinsel auf der Halbinsel… Auf der Insel…
    Na egal, es gibt hier spannende Gesteinsformationen aus Basalt. Diese sechseckigen Säulen aus Basalt entstehen, wenn Lava sehr schnell abkühlt. In diesen Formen hingegen hab ich die noch nie gesehen.

    Zweiteres ist eine Steilküste, die aus Basaltstäben besteht. Bis auf ca. 60m Höhe über dem Meer kann man diese Säulen erkennen. Bevölkert wird dieser Felsen von tausenden Vögeln.

    Unser Abendquartier beziehen wir in Hofsos. Ein super kleiner Ort, der für eine einzige Sache bekannt ist. Es gibt hier ein Freibad. Die Becken sind in den Felsen gehauen und bieten einen unglaublichen Blick auf das Meer.

    Danach ist ausnahmsweise mal die Campingküche dran. Es gibt Nudeln mit Sauce.

    Eine weitere Sache gab es gestern und heute dann doch noch. Das Hotel in dem wir geschlafen haben, ist eigentlich ein Internat mit Schwerpunkt auf Kunst. Im Foyers gab es dazu passend ein etwas düsteres Vikinger Bild.

  • Tag 13

    Heute müssen wir uns nun wirklich von den Westfjorden verabschieden. Es geht wieder auf den Hauptteil der Insel. Wir haben heute 160km bis irgendwo ins nirgendwo. Wir haben ein Hotel gebucht, damit wir nicht so weit fahren müssen.

    Die Fahrt ist wunderschön, vorbei an Fjorden und weiten Landschaften. Der größte Unterschied zwischen den Fjorden in Island und Norwegen ist der Platz, der zwischen den Landzungen der Fjorde ist. Hier in Island ist alles viel offener und weiter.

    Zum Mittag gab es einen ganz köstlichen Hot Dog. Direkt danach ging es weiter auf die Ringstrasse. Leider spielt das Wetter nur so halb mit und es zieht zu. Geschlossene Wolkendecke, und eine sehr niedrige dazu. Wir kommen der Wolke immer näher. Am Hotel angekommen, sehen wir nicht mehr viel um uns herum.

    Beim Empfang bekommen wir etwas vom Schwimmbad und Hotpot erzählt… also nix wie rein.‘

    Heute Abend lassen wir uns noch vom Abendessen hier im Hotel überraschen.

    Die Hinweisschilder hier sind total klasse. Ich müsste zwar ne Stunde drauf schauen, aber die findet man hier überall in mehr oder weniger übersichtlich. Hier ein eher unübersichtliches Beispiel.

  • Tag 12; Fjorde wo man auch hinblickt

    Ein sehr langer Tag geht zu Ende. Wir sind 450km quer durch die Westjforde gefahren. Viel zu erzählen gibt es nicht. Diese Gegend beeindruckt durch diese Größe und Schönheit. An norwegische Fjorde erinnert es aber überhaupt nicht.

    Angekommen am Ziel, erstmal ein japanisches Bierchen 🤷… Weil es geht.

    Ein Highlight war der Dynjandi Wasserfall. Wenn die vielen Fliegen nicht wären, wäre es noch schöner gewesen.

  • Tag 10 & 11; Halbzeit

    Es soll regnen, sagt zumindest die Wetter App. Die Realität weiß davon aber wenig.  

    Also haben wir nahezu bestes Wetter und sitzen am westlichsten Ende von den Westfjorden und gönnen uns etwas Ruhe.

    Wir sind in Breiðavík. Der „Ort“ besteht aus einem Haus und mehreren Baracken, die man für teures Geld mieten kann. Wir geben uns mit einem kleinen Zimmer zufrieden. Ein Stockbett hatten wir bisher auch noch nicht auf der Reise.

    Viel gibt es hier in den Westfjorden nicht, zumindest wenn man die Landschaft nicht mitzählt, weil die ist absolut fantastisch.

    Unweit von Breiðavík liegt Látrabjarg. Eine Steilküste die einen atemberaubenden Ausblick liefert. Abgesehen davon wohnen tausende Vögel hier. Um diese Vögel zu sehen kommen doch recht viele Menschen hierher, so ist der westlichste Punkt Islands gut besucht. Fast nervt es schon, wenn mal wieder ein fetter 4×4 Offroad Pickup hier über die Piste kachelt.

    Verköstigt werden wir hier in dem Hotel auch hervorragend. Die Bedienung ist super freundlich und zuvorkommend. Die junggebliebene Isländerin die dieses Hotel zu betreiben scheint, ist uns wohlgesonnen, so bekommen wir unsere Wäsche getrocknet, obwohl es eigentlich keinen Trockner gibt, bekommen Kaffee und Wasser (in Flaschen) geschenkt. Abgesehen davon verfällt sie ab und zu in Plauderlaune. Gü kommt da mit seinem Englisch an die Grenzen, aber es funktioniert….

    Morgen verlassen wir dann diesen mehr oder weniger einsamen Ort wieder… schade eigentlich.