Tag 6 – Hoch und runter

Die Nacht am Fjord war eher gemischt. Während das Ambiente absolut unschlagbar ist, ist die Matratze auf dem Dach des Campers eher… naja… dünn. Auf einer Skala von 1-10 liegt der Schlafkomfort eher bei Rückenschmerzen. Trotz Rückenschmerzen ist der Campingplatz und die Aussicht über den Fjord zu empfehlen.
Aber wie alle Nächte geht auch diese mal vorbei. Es gibt wie immer den schnellen Kaffee, dann geht es los.

Wir fahren wieder mit der Fähre über den Sognefjord nach Hella. Wie gut, dass es sich hier um den Ort und nicht um die germanische Göttin handelt, so überleben wir den Tag noch. Es geht am Fjord entlang ins Landesinnere. Heutiges Ziel ist der Aurlandsfjellet, ein Pass, der so einiges zu bieten hat. Erster Stopp ist der Vardahaugselvi. Der ist leider ein bisschen zu gut besucht, und wir bekommen keinen Parkplatz. Die Straße ist zu eng, als dass wir einfach so parken könnten. Wir ärgern uns aber nicht, so müssen wir ja leider nochmal wiederkommen. Weiter oben kommen wir am Vedahaugane vorbei. Eine Kunstinstallation, die zeigen soll, wie zerstörerisch der Mensch in der Natur eingreift. Spannend, das in einem Land, das nahe 100 % seiner Exporte mit Erdöl macht und die Berge zerstört, um besser von A nach B zu kommen.

Nächster Stopp ist Flotane. Ein kleiner Bergsee, bei dem eines der „Must-haves“ von Anke realisiert werden kann: Füße baden in Eiswasser. Wir nehmen Kamera und ein Handtuch mit und machen uns auf den Weg. Der malerische See mit eigenem Wasserfall ist gut zu erreichen durch den nahegelegenen Parkplatz mit Toilette. Die Schafe machen auch mit und legen sich für uns passend als Fotomotiv in den Weg.
Nachdem Anke Eisklumpen an den Beinen hat, machen wir uns wieder auf den Weg.

Am Stegastein machen wir wieder Halt. Es ist voll, aber wir haben massig Glück und bekommen einen Parkplatz. Es ist so voll, dass es Parkeinweiser gibt, die 90 % der Autos weiter den Berg rauf schicken, um da zu parken.

Der hölzerne Steg, der am Berg lehnt und über die Baumwipfel führt, ist gut besucht. Wir bekommen aber unsere kurze Zeit vorn an der gläsernen Front. Die Sonne und die Wolken bieten sich ein Wettrennen, wer von den beiden die besseren Fotomotive generieren kann.

Wir genießen noch ein wenig die Aussicht, dann geht’s weiter. Eigentlich wollten wir noch die Hochebenen der Hardangerwidder anschauen, aber wir verschieben auch das auf unseren nächsten Norwegen-Urlaub. Wir fahren in Richtung Bergen.
Wir kommen an einem Parkplatz vorbei, der ganz nett aussieht. Wir bleiben da bis morgen und machen uns einen entspannten Abend.