Wir wachen nach einer zu kurzen Nacht auf. Der erste Kaffee ist schnell gemacht, aber die Landschaft hält uns nicht lange an dem Ort. Schnell sind wir auf der Straße Richtung Oslo.
Nicht, dass wir Oslo besuchen wollen, aber wir müssen daran vorbei. Die Straßen werden schnell voller. Man kann merken, dass wir uns im dicht besiedelsten Gebiet von Norwegen aufhalten. Fühlt sich an wie der Autobahnring rund um Köln. Wenig einladend, aber zweckmäßig.
Irgendwann sind wir durch die Metropole durch und es wird wieder leerer. Und dann wird die Straße auch wieder einspurig. Es geht vorbei an Wäldern, Feldern und so manch einem See, bis wir nach rechts abbiegen. Eine kleine Umfahrung der E6, die etwas schöner werden sollte.
Auf der kleinen Passstraße geht es hoch bis über die Baumgrenze. Oben angekommen folgen wir dem Hochplateau. Wir machen die ein oder andere Pause an schönen Stellen und Anke kommt aus dem Staunen nicht raus. Ich bin wenig begeistert, da ich weiß, was noch kommt. Wir fangen an, die Landschaft zu bewerten. Wir werten in % Schönheit. Ich gebe dem Plateau eine 50-60… Anke schaut mich etwas verwirrt an.
Wir fahren weiter, das Ziel ist heute so nördlich wie möglich zu kommen. Dabei geht es eigentlich nicht um Schönheit.
Irgendwann um 19 Uhr haben wir genug und parken auf einem P&R-Parkplatz. Das Übernachten ist nicht verboten, also bleiben wir. Wir schauen uns noch die nahegelegene Brücke zu Fuß an und machen uns ein paar Nudeln mit Tomatensauce. Nix wildes, aber es befriedigt den Hunger.
Im Bett angekommen, kann ich kaum von 10 bis 0 zählen und bin eingeschlafen. Die Nacht davor hatte ich wohl noch in den Knochen.







