Es wäre so schön – Tag 10

Am Morgen stehen wir langsam auf, der Regen prasselt auf das Dach der Hütte. Wir haben noch etwas Zeit bis zum Frühstück und wir packen schon mal so weit es geht zusammen. Irgendwann hört der Regen auf und wir gehen in die Küche, um zu frühstücken. Moira, unsere Gastgeberin, ist wie immer super freundlich und bereitet uns ein hammermäßiges Frühstück.

Nach dem Frühstück packen wir den Rest und es geht los. Bei leichtem Nieselregen fahren wir an der Küste entlang Richtung Süden. Der Nieselregen wechselt sich mit richtigem Regen ab, aber selten, ganz selten haben wir mal etwas Aussicht, und es bietet sich eine wunderschöne Landschaft.

Wir wollen über einen berühmten Pass fahren, den Applecross Pass. Berühmt für die schöne Aussicht und die nicht ganz einfache Straße. Der Weg dahin besteht mehrheitlich aus Single Track Road. Super anstrengend zu fahren. Nach vorn schauen, um den Gegenverkehr zu sehen und rechtzeitig bremsen zu können, und gleichzeitig direkt vor das Motorrad schauen, um die Schlaglöcher nicht mitzunehmen. Dazu die Aussicht, die man eigentlich mitbekommen will, und Gü, der auch hinterher kommen sollte.

Leider ist das mit der Aussicht eher Mangelware. Auch auf dem Applecross-Pass. Auf dem Weg nach oben fahren wir in die Wolkendecke hinein. Wir sehen keine 50 m und oft nicht den nächsten Ausweichpunkt, was die Single-Track-Road noch anstrengender macht. Oben auf dem Pass angekommen, gibt es keine Aussicht, also fahren wir ohne anzuhalten weiter wieder runter. Leider können wir weder die Aussicht beurteilen, noch viel zu der Straße sagen. Man hat ja nicht viel davon gesehen.

Das Beste am Tag war aber Gü, als er die Regenhose falsch herum angezogen hat und wie ein Rohrspatz geschimpft hat beim wieder Ausziehen. Das Ganze natürlich im Nieselregen 😀