Die Nacht in der Hütte war super, angenehm geschlafen und dieses Mal war es nicht zu warm. Am Morgen kommen wir beide quasi nicht aus dem Bett. Nun ja, wir haben ja auch Urlaub.
Das Frühstück ist wieder einmal super. Moira steht in der kleinen Küche und macht uns, worauf immer wir Lust haben. Das Frühstück ist einfach, aber völlig ausreichend.
Danach kommen wir erstmal nicht so richtig aus dem Quark. Wir haben heute wieder einmal eine Rundreise geplant. Die Wettervorhersage ist eher zum Drinnenbleiben, so soll es aber die ganze Woche bleiben. Wir stellen uns seelisch auf bestes Regenwetter ein.
Es geht los und wir fahren die NC 500 wieder ein Stück nach Norden, um dann rechts ins Ladesinnere abzubiegen. Der Teil der NC 500 ist schön, aber sobald wir rechts gefahren sind, naja… Es ist eine Straße, eine mit mäßiger Aussicht und eine Single-Track-Road. Das heißt, man muss extrem vorausschauen fahren, da wildgewordene Autofahrer, meist Deutsche mit Wohnmobil im gehobenen Alter, einem sehr schnell entgegenkommen und teilweise gar keine Rücksicht auf andere nehmen. Die meisten, die uns entgegenkommen, benehmen sich aber vorbildlich. Es fängt wieder an zu regnen, oder hat es überhaupt richtig aufgehört? Keine Ahnung, es ist die ganze Zeit mehr oder weniger feucht von oben.
Es geht wieder rechts, auf die NC 500 (der Teil auf der anderen Seite von Schottland, der von Inverness kommt). Nur kurz, dann geht es wieder rechts Richtung Ullapool. Die Aussicht wird ein wenig besser, aber vom Hocker reißt es uns beide nicht.
Wir machen eine kleine Pause an einem Café. Eher ne Bude für Touris, die neben Kaffee und, so wie es aussieht, schlechten Burgern auch jede Menge Schottland-Merch verkaufen. Ein Kaffee und ein Tee kommen mit 12 € eher teuer daher, aber es entspricht dem Niveau, das wir in den letzten Tagen überall mitbekommen haben. Es geht weiter in höhere Lagen und die Bäume und Büsche hören auf, dafür fängt der Wind an, an uns zu reißen. So richtig die Aussicht genießen können wir nicht, auch wenn die Landschaft wieder sehr sehenswert ist. Wieder einmal müssen wir beide an das Hochland in Norwegen denken.
Schottland steht leider hier mal wieder im direkten Vergleich zu Giganten. Norwegen und Island, nicht fair, aber das, was uns halt dauernd einfällt. Vom Preisniveau ist es auch teurer als Norwegen, ähnlich wie Island (mit Ausnahme des Alkohols, der hier wesentlich preiswerter ist).
Auf dem Weg nach Ullapool kommen wir noch an einem „Wasserfall“ vorbei, der eher einem Bächlein das drei Stufen runter muss, ähnelt, und einer Schlucht, die 1. Eintritt kostet und 2. nach den Fotos zu urteilen nicht wirklich eine „Schlucht“, sondern eher ein „Schlüchtlein“ ist. Wir klemmen uns den Besuch.
In Ullapool angekommen, suchen wir etwas zu essen. Für die zweitgrößte Stadt im Norden nach Inverness, ich kann es immer noch nicht glauben, ist das Angebot katastrophal. Für die eine Hälfte sind wir zu geizig, die andere serviert noch kein Essen. Also geht’s mal wieder an eine der vielen Fish & Chips Buden. 18 Pfund für eine Portion. Satt wird man davon, eine geschmackliche Vergnügungsreise ist es aber nicht. Und leider, wir sind ja wieder an einer Bude, gibt’s keine überdachten Plätze zum Sitzen… und prompt fängt es an zu regnen. Die Stimmung ist auf einem Allzeittief.
Wenn man mich jetzt fragen würde, wie es war… meine Meinung wäre vernichtend. Zu teuer, zu schlecht und im Vergleich nicht sehenswert genug, um den Preis zu rechtfertigen. Ein bisschen tröstet mich gerade der Gedanke, dass ich in ein paar Wochen nochmal nach Norwegen fahre.
Nach diesem Desaster des Essens tanken wir noch und fahren zurück zur Hütte. Viel machen wir heute nicht mehr. Meine und Güns Laune ist eher nicht so hoch.
… wir hoffen auf Besserung!










