Nördlicher wirds nicht mehr

Heute habe ich den nördlichsten Punkt meiner Reise erreicht. Ich habe die Atlantikstraße erreicht. Eine über kleine Inseln und Brücken verbundene Straße, die die Insel Averøy mit dem Festland verbindet. Die andere Seite der Insel führt durch einen Straßentunnel (Mautpflichtig) nach Kristiansund. Ich bin nur auf die Insel gefahren und wieder die gleiche Strecke zurück, daher bin ich der Maut entgangen. Abgesehen davon will ich nicht nach Kristiansund.

Viele Kilometer sind es nicht von Moud aus, ca. 60 km, und mein Schlafplatz wird heute ein kleiner Parkplatz direkt an der Atlantikküste nordöstlich von Bud. So komme ich heute nicht mal auf 100 km. Umso mehr Zeit hatte ich, die Landschaft zu genießen, Vögel und Menschen zu beobachten.

Morgens war das Wetter nicht so toll, wolkenverhangen und kalt. Auf dem Weg zu dieser besonderen Straße hat der Hochnebel aber die Berge in ein mystisches Spiel aus Nebel und schwarzen Felsen getaucht. Da weiß man, woher die ganzen mystischen Sagen hier kommen. Da müssen ja Trolle und Co am Werk sein.

Gegen Nachmittag riss es dann auf und jetzt am Abend genieße ich einen wolkenlosen blauen Himmel. Es geht etwas Wind, so dass die Sonne einen zwar verbrennt, man aber nichts davon merkt. So wird der Abend auch zu Ende gehen. Wirklich viel passiert ist heute aber nichts.